- Generalstaatsanwaltschaft Dresden und Landeskriminalamt Sachsen: „Ermittlungen durch Generalstaatsanwaltschaft Dresden und LKA Sachsen nach Sprengstofffund am Flughafen Leipzig/Halle“, 5. August 2026. Quelle öffnen
- Polizeipräsidium Brandenburg: „Angriff auf Stromleitung an einem Umspannwerk“, 1. September 2026. Quelle öffnen
- tagesschau.de: „Sprengvorrichtung an Umspannwerk in Brandenburg gefunden“, 1. September 2026. Quelle öffnen
- Polizei Rhein-Erft-Kreis/Polizei Essen: „Großeinsatz am Umspannwerk in Bergheim“, 2. September 2026. Quelle öffnen
- tagesschau.de: „Ermittlungen wegen verfassungsfeindlicher Sabotage“, 2. September 2026. Quelle öffnen
Innerhalb weniger Wochen wurden ein Flughafen und zentrale Knoten der deutschen Energieversorgung zum Ziel konkreter Angriffe.
Kritische Infrastruktur wird angegriffen. Hier und jetzt.
Am 4. August 2026 wurde im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung gefunden. Die Vorrichtung wurde untersucht und der Zünder durch Spezialkräfte der Bundespolizei entfernt. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen übernahmen die Ermittlungen. [1]
Am Morgen des 1. September wurde an einem Umspannwerk in Tunow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde eine beschädigte Hochspannungsleitung festgestellt. Die Polizei fand mehrere Sprengvorrichtungen, von denen einige nicht ausgelöst hatten. Im Zusammenhang mit dem Angriff fiel ein Block des Kraftwerks aus. [2] [3]
Am Abend desselben Tages wurde ein Umspannwerk in Bergheim angegriffen. Nach Angaben der Ermittler wurden Vorrichtungen verwendet, mit denen leitfähiges Material auf Stromleitungen geschleudert wurde. Die Polizei stufte die Tat als Anschlag auf kritische Infrastruktur ein. Infolge der Störung gingen fünf Kraftwerksblöcke an den Standorten Bergheim und Grevenbroich vom Netz. [4] [5]
Die Ermittlungen zu Tätern, Motiven und möglichen Zusammenhängen dauern an. Darüber sollte nicht spekuliert werden. Die Vorfälle selbst sind jedoch konkret. Kritische Infrastruktur wird angegriffen – hier und jetzt.
Diese Entwicklung besorgt uns. Wir äußern uns dazu nicht, um aus der Nachrichtenlage eine Werbekampagne zu machen. Wir äußern uns, weil genau jetzt eine Frage beantwortet werden muss, mit der wir uns seit Jahren beschäftigen:
Wenn nicht alles gleichzeitig und mit gleicher Intensität geschützt werden kann – wo muss zuerst gehandelt werden?
Ihr Betrieb hängt von Anlagen, technischen Systemen, Prozessen, Personal und externen Dienstleistern ab.
Kritische Leistungen entstehen in vernetzten Strukturen.
Kommunen, Unternehmen und andere Betreiber verantworten zahlreiche Einrichtungen und Leistungen, die dauerhaft verfügbar sein müssen. Dazu gehören unter anderem Energie- und Wasserversorgung, Kommunikation, Verkehr, Gesundheitsversorgung und öffentliche Verwaltung.
Die Leistungserbringung verteilt sich auf unterschiedliche Standorte, Organisationseinheiten und technische Systeme. Hinzu kommen Lieferanten, Dienstleister und weitere externe Abhängigkeiten. Für einzelne Bereiche bestehen bereits Schutzmaßnahmen, Zuständigkeiten und Notfallregelungen.
Ressourcen können gebunden werden, ohne dass damit die größten Risiken reduziert werden.
Fehlende Prioritäten haben konkrete Folgen.
Wenn Kritikalitäten und Abhängigkeiten nicht transparent sind, lassen sich Risiken weder zuverlässig vergleichen noch in eine belastbare Reihenfolge bringen. Maßnahmen werden dann möglicherweise isoliert geplant, während übergreifende Ausfallketten unberücksichtigt bleiben.
Dadurch können personelle, technische und finanzielle Mittel an weniger kritischen Stellen gebunden sein. Gleichzeitig bleibt offen, welche Einrichtungen und Leistungen bei einem Angriff zuerst gesichert oder wiederhergestellt werden müssen.
Inventarisierung, Kritikalität, Abhängigkeiten und Risiken müssen in einem gemeinsamen Lagebild zusammengeführt werden.
Benötigt wird eine belastbare Entscheidungsgrundlage
Erforderlich ist eine konsolidierte Sicht auf die vorhandenen Einrichtungen, Prozesse und Leistungen. Sie muss erkennen lassen, welche Bestandteile für den Betrieb unverzichtbar sind, wie sie voneinander abhängen und welche Auswirkungen ein Ausfall hätte.
Ergänzend sind relevante Bedrohungen, bestehende Schutzmaßnahmen und verbleibende Risiken einzubeziehen. Erst aus dieser Gesamtsicht lässt sich eine nachvollziehbare Reihenfolge für den Einsatz personeller, technischer und finanzieller Mittel ableiten.
Sie tragen Verantwortung für kritische Infrastruktur?
Reden Sie mit uns.